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Geschichte der Pro Familia Schweiz PFS

2010
Der Dachverband gibt sich neue Strukturen und unterzeichnet erstmals Unterleistungsverträge mit Mitgliederorganisationen mit dem inhaltlichen Ziel, das Thema "Stärkung der Elternkompetenzen" zu fördern.

2006
Die Dachorganisation verabschiedet sich von der bisherigen Präsidentin, Frau Michèle Berger-Wildhaber. Die Delegierten wählen als neuen Präsident, Hr. Laurent Wehrli, bis anhin Präsident der Pro Familia Vaud.

2005
Die Dachorganisation führt eine erfolgreiche Präsidententagung zum Thema Zukunft der Familienpolitik durch und erarbeitet Leitlinien für die Umsetzung der revidierten Familien Charta.
Sie setzt den thematischen Schwerpunkt des Jahres auf die Rollen der Väter, Tagungen, Berichterstattungen, Publikationen und Fernsehsendungen werden dem Thema gewidmet.

2004
Pro Familia Schweiz führt zum 10jährigen Jubiläum des Internationalen Jahres der Familie (1994-2004) eine nationale Plakatkampagne zum Thema "Generationenbeziehungen und Dialog zwischen den Generationen" durch. Im Vorfeld hat sie eine Fachtagung zum gleichen Thema durchgeführt und eine Publikation veröffentlicht.
Der Verband präsentiert die überarbeitete Fassung der 1992 erstmals veröffentlichten Familiencharta der Familien in der Schweiz. Familiencharta 2004, Schriftenreihe 12 von Pro Familia Schweiz.

2002
Wahl der Präsidentin: Frau Michèle Berger-Wildhaber (FDP-Ständerätin aus Neuenburg) wird einstimmig gewählt.

2001
Lancierung einer Kampagne zum Thema "Familienfreundliche Unternehmen". Ein Fragebogen wird an 4500 Unternehmen in der ganzen Schweiz unterbreitet. Daraus entsteht ein Leitfaden für Unternehmen und Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen
Rücktritt anlässlich der Delegiertenversammlung von Frau Ruth Grossenbacher-Schmid, Präsidentin von 1994 bis 2001, sie hat in dieser Zeit der Familienpolitik zum Durchbruch geholfen und einen wesentlichen Beitrag zur Versachlichung der Familienpolitik geleistet.
Wahl der neuen Verbandspitze: Michèle Berger-Wildhaber (FDP-Ständerätin) und Jacqueline Fehr (SP-Nationalrätin) wurden als Vizepräsidentinnen gewählt. Das Präsidium bleibt vorübergehend vakant, da Frau Berger-Wildhaber noch nicht über die gewünschte Zeit verfügt. Sie erklärt sich aber bereit, im Jahr 2002 das Präsidium zu übernehmen.

2000
Fachtagung zur Steuerpolitik und Forderung nach einem Systemwechsel: von der Ehepaarbesteuerung zur Familienbesteuerung mit der Übernahme des Familiensplittingmodells
Forderung nach einer konsequenten Entlastung der Familien mit tiefen Einkommen
Fachgespräche über die verschiedenen Modelle der familienergänzenden Kinderbetreuung (u.a. Gesetze der Kt. Tessin und Freiburg).

1999
Grosse Kampagne in der deutschen Schweiz zum Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf
Veröffentlichung einer Werkmappe zum Thema Beruf und Familie partnerschaftlich anpacken
An der Delegiertenversammlung werden nach einer intensiven Diskussion über Auflösung der Dachorganisation neue Finanzierungsmodelle beschlossen
Veröffentlichung des ersten Berichtes zur Situation der Kinder in der Schweiz.

1997
Analyse zum Diskriminierungspotential im Bereich der Sozialversicherungen
Vorbereitung der Studie Familienpolitik und Zukunft der sozialen Sicherheit
Die Dachorganisation kämpft mit existentiellen Schwierigkeiten. Die Mitgliederbeiträge erlauben keine professionelle Infrastruktur. Suche nach tragbaren Lösungen.

1996
Neue inhaltliche Ausrichtung:
- wirtschaftliche Sicherung der Familie
- Vereinbarkeit von Beruf und Familie für Väter und Mütter
- Auswirkungen der Familiengründung auf den Lebensstandart
- Auswirkungen der Erwerbslosigkeit und der Armut auf Familien

1995
Wechsel im Präsidium : Rücktritt von Hr. Vital Darbellay und Wahl von Frau Nationalrätin Ruth Grossenbacher-Schmid (SO)
Auflösung der nationalen Kommission für das IJF

1994
Durchführung des IJF – Eigene Wanderausstellung zum Thema Familien heute sowie zahlreiche Veranstaltungen
Veröffentlichung der Studie zum Wert der nicht bezahlten Arbeit

1993
Schaffung einer nationalen Kommission für das Internationale Jahr der Familie (IJF), Patronat : Frau Bundesrätin Ruth Dreifuss
Herausgabe der Informationszeitschrift "Familien, Familles, Famiglie" (IJF)
Verstärkung der konzeptuellen Aktivitäten und der politischen überparteilichen Arbeit
Begleitung der Arbeit im eidgenössischen Parlament
Veröffentlichung der Studie : Vereinbarkeit der Familien- und Berufswelt

1992
Delegiertenversammlung zur Feier des 50jährigen Bestehens von Pro Familia
Verabschiedung der ersten Familiencharta – Leitbild der zukünftigen schweizerischen Familienpolitik
Bund überträgt die Koordination und Gestaltung des Internationalen Jahres der Familie 1994 dem Dachverband PFS
Veröffentlichung der Studie : Ein Kind – eine Zulage

1989
Verlegung des Zentralsekretariates von Luzern nach Bern

1983
Rücktritt von NR Hedi Lang und Übergabe des Präsidiums an Hr. Nationalrat Vital Darbellay (VS) : Neue Strukturen und Erarbeitung von Themen, die von den Mitgliedorganisationen getragen werden

1973 – 1980
Verlagerung der Aktivitäten : Dokumentations- und Koordinationsstelle für die Mitgliedorganisationen
Interne Schwierigkeiten : die politischen Themen Schwangerschaftsabbruch, Elternurlaub und Mutterschaftsversicherung galten als Zerreissprobe für den Dachverband

1973
Wechsel im Präsidium : Neue Präsidentin : Frau Nationalrätin Hedi Lang (ZH) – Unter diesem Präsidium öffnete sich PFS allen Familienformen

1960 – 1970
Die zunehmende Prosperität erschwert die Wahrung der Ziele von Pro Familia und vermindert das Interesse für eine kohärente schweizerische Familienpolitik

1960 – 1966
Pro Familia verlangt die Erstellung wissenschaftlicher Untersuchungen der Familienrealitäten sowie die Schaffung einer Zentralstelle für Familienfragen auf Bundesebene

1955 – 1960
Verstärkung der Kontakte mit Arbeitgeberorganisationen und mit Gewerkschaften

1955
FAMILIA präsentiert ein umfassendes Programm zur Familienpolitik. Das ist schweizerisch ein Novum und dieses Programm blieb bis in die Achtzigerjahre das kohärenteste Dokument der schweizerischen Familienpolitik.

1940
Erste schweizerische Konferenz zum Schutz von Volk und Familie. Bei dieser Gelegenheit empfiehlt BR Philipp Etter den verschiedenen Familienorganisationen sich zusammen zu schliessen.

1952
Wahl von Walter ACKERMANN zum Präsidenten : er bleibt im Amt bis 1973 und öffnet den Dachverband den neuen Strömungen. Unter seiner Führung wird der Verband noch ausgebaut.

1949
Erste Bundessubvention : Fr. 3000.-.

1947
PRO FAMILIA nimmt zahlreiche Mitgliedorganisationen auf und wird damit Dachverband.

1946
Wahl eines neuen Präsidenten, Hr. Paul ZIGERLI, mit dem Zweck, die konfessionelle und politische Neutralität des Verbandes besser zu gewährleisten. Wahl eines Zentralsekretärs.
Einsatz zugunsten der Annahme der AHV

1942
27. April Gründung des Verbandes PRO FAMILIA mit Sitz in Luzern. Erster Präsident : Albert STUDER-AUER, Verfasser verschiedener Publikationen, u.a. "Gesunde Familien – Gesundes Volk" und "Offensive für das Leben". Während der 30iger Jahren ist A. Studer-Auer die treibende Kraft in Sachen Familienpolitik.
Damalige Zielsetzung des Verbandes :
Förderung einer Wirtschafts- und Sozialpolitik, welche ausreichende Familien- und Kinderzulagen, familienfreundliche Wohnungspolitik und Besteuerung, Schutz der Mutterschaft und Verbilligung der öffentlichen Transporte garantiert.
Pro Familia setzte sich für die Annahme der Volksinitiative "Schutz der Familie" (eingereicht 1942 von der CVP), nachdem das Parlament sich für einen Gegenvorschlag entschieden hatte. Juli : Publikation der ersten Nummer der Monatszeitschrift des Verbandes : "Stimme der Familie".

1940
Erste schweizerische Konferenz zum Schutz von Volk und Familie. Bei dieser Gelegenheit empfiehlt BR Philipp Etter den verschiedenen Familienorganisationen sich zusammen zu schliessen.